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Röhrenheizung
#41
Lasst uns mal ne Aussage aus den Messungen ableiten: wir haben festgestellt, dass eine Konstantstromheizung möglich ist. Belastungen der Röhre beeinflussen den Heizer nur minimal.

Ich will mal versuchen, den Spannungsverlauf des an einer Konstantstromquelle betriebenen Heizers über die Zeit zu plotten. Das ist ein Erlebnis, sage ich Euch.....
 
#42
Boah.... das ist gar nicht so easy.

Die Röhre hat ein Wahnsinns Temperaturgedächtnis. "Mal kurz abkühlen lassen" ist nicht.
 
#43
Du solltest mit verschiedenen Anodenströmen messen und die Heizleistung= I(konst) x U gegen den Anodenstrom auftragen. Und das gleich mehrfach, um die Fehler einzugrenzen. Wird sicher etwas dauern. Damit könnten wir dann (eventuell und vielleicht) rausbekommen, wieviel Energie zum "Verdampfen" der Elektronen benötigt wird und das mit dem Literaturwert vergleichen.
 
#44
@goggy: ich will mich nicht festrennen. Diese Abkühlung durch den Anodenstrom ist IMHO zu gering, um da irgendwas Praktisches mit anfangen zu können.

Ich bin zwar auf der Suche nach (mir) unbekannten Effekten aber ich will auch kein Wissen anhäufen, was man nicht gebrauchen kann.

Lass uns erstmal die starken Effekte abklappern.....

Daher hab ich mal hier die Spannung des Heizfadens an der Konstantstromquelle über die Zeit geplottet.

[Bild: 1_heiz10.JPG]

Rechts unten beginnt es und geht dann nach links bis hoch auf 6.3V. Pro 10 horizontalen Zentimetern hats eine Minute gedauert, also insgesamt etwas mehr als eine Minute.

Schon in den ersten paar Sekunden sprang die Heizspannung bis zum eingekreisten Bereich hoch. Das schiebe ich auf den Spannungsabfall am Heizfaden-Kaltwiderstand (rund 7 Ohm) bei 0.28A Konstantstrom.

Dann schaukelt die Heizspannung so komisch rum (ich kann keine Schwingungen der Konstantstromquelle entdecken) und steigt dann von da ab e-förmig an.

Der eingekreiste Bereich ist besonders. Das ist so ungefähr bei 2.5 Volt. Ich kann sogar Oszillationen auf dem Schrieb entdecken. Das ist der eigentliche Heizbeginn. Wahrscheinlich dehnt sich da der Heizfaden etwas aus und bewegt sich im noch kühlen Röhrchen unter der eintretenden Glut.

Das Spannende ist: ich kann die Röhrenheizung bei meinetwegen 4 Volt ausschalten, kann dann die Röhre 30 Sekunden ruhen lassen und dann weiterheizen. Sie fängt fast am gleichen Punkt an, wo ich die Heizung unterbrochen hab. In dem gesamten Bereich von 2.5 bis 5V arbeitet die Röhrenheizung als fast linearer Integrator.

Anm: Kaltleiter bzw. Lämpchen werden gerne zur Amplitudenstabilisierung in Oszillatoren eingesetzt. Hier ist so eine Schaltung:

http://include.php?path=forum/showthread...eadid=1240

Bei niedrigen Frequenzen stört deren geringe Wärmeträgheit. Möglicherweise kann man mit einer Röhre da wesentlich weiter kommen.

Wenn man dann noch an die Möglichkeit denkt, dass die integrierende Heizung und die Elektrodenspannungen erst gemeinsam einen Elektronenstrom hervorrufen können, so kann ich mir schon mittelschwere Analogrechenoperationen mit Röhren vorstellen - natürlich immer um den Preis einer angeblich gefährlichen Unterheizung.

Usw...usw....

...das muss erstmal sacken.
 
#45
Wenn ich mir den Schrieb genau anguck, dann fallen mir kurz vor 6.3V auch noch Unregelmäßigkeiten auf. Zwei kleine Treppen. misstrau
 
#46
Zitat:Original geschrieben von Rumgucker

Wenn ich mir den Schrieb genau anguck, dann fallen mir kurz vor 6.3V auch noch Unregelmäßigkeiten auf. Zwei kleine Treppen. misstrau

Also ich würde diese Röhre zurückgehen lassen klappe
...mit der Lizenz zum Löten!
 
#47
Wenn ich erstmal den Thread "Anlaufstrom" eröffne, dann wirst Du noch winseln motz
 
#48
Krr Krr Krr (O-Ton Ernie) lachend
...mit der Lizenz zum Löten!
 
#49
Ich frag mich gerade, was wohl zwischen Heizung und Katodenröhrchen passiert. Gibt es da auch "Anlaufströme"? Und kann man da auch Elektronen fliegen lassen? misstrau
 
#50
So... ein wenig gemessen. Es fließen tatsächlich sowohl Anlauf- als auch Diodenströme zwischen Kathode und Heizfaden. Allerdings nur im unteren Mikroamperebereich.
 
#51
So stelle ich mir das Gleichstromersatzschaltbild meiner kleinen Teströhre vor:

[Bild: 1_heiz1.png]

R1/D1 ist der Hauptstromzweig, der üblicherweise genutzt wird

R2/V2 ist der Anlaufstrom des Hauptzweiges

neu hinzugekommen ist nun das Wechselspiel zwischen Heizer und Katode:

R4/D4 und R3/V3

--------------

Sämtliche Widerstände und die beiden Spannungsquellen sind abhängig von der Heizleistung!

Man kann also zum Beispiel R1 als Stellwiderstand auffassen, dessen Wert mit zunehmender Heizleistung sinkt.

Wenn man R1 in einen gleichstromdurchflossenen Spannungsteiler einfügt (damit D1 stets leitet), so müsste man mit einer EAA91 die Lautstärke eines Stereoverstärkers stellen können.

Wenn man dann den (sehr trägen) Heizfaden gar noch in einen Regelkreis einfügt - möglichst sogar per Stromquelle getrieben - so könnten sich neue Anwendungen ergeben.

Zuerst mal will ich die Lautstärkestellung erproben.
 
#52
Praxiserprobt. Funktioniert Spitzenklasse Smile

[Bild: 1_heiz2.png]

Wenn man mit ein paar Mikroampere Eingangsstrom leben kann, so kann man den Kondensator auch weglassen.
 
#53
Gefällt mir.

Aber

Zitat:Original geschrieben von Rumgucker
Wenn Du nasse Wäsche aufhängst, dann wird sie kälter als die Raumtemperatur...

misstrau
 
#54
Okay. Big Grin
 
#55
Hi to all, and excuse me for posting in English: it is much faster for me than using my poor command of the German language.

I see that you are discussing heaters - and while the idea I would like to propose might not seem directly connected to the discussion so far, I believe that parallels will soon emerge.

To cut a long story short, I would like to draw to your attention the possibility of using HF AC (high frequency AC) to heat tubes. This can be easily and cheaply done by modifying electronic transformers for halogen lights.

While a more extensive modification (still looks simple to me) in order to apply this solution to the heating of direct heated tubes (filamentary cathodes), it is even simpler to use it to heat indirect heated tubes.

I wrote about it on my blog:
http://rh-amps.blogspot.com/2014/06/rh81...oject.html
and intend to write more about it.

As far as tubes in general go, just imagine having to provide heating to something that requires 2x 10V 5A -- and as an added complication, you need to avoid hum (i.e. you will most probably have to opt for DC). Once you pile up all the equipment and parts necessary, and calculate the energy consumed, you can compare it with a small slightly modified electronic transformer that costs literally peanuts (I guess the cap needed might be more expensive than the unit itself).

On the indirect heated front, since hum is not an issue, an even simpler modification can provide 12.6V or 6.3V with as much current as you need.

Any opinions or previous experiences? Anyone willing to give it a try?
 
#56
Alex ist wieder da! Heart Heart Heart Heart Heart Heart Heart
 
#57
http://rh-amps.blogspot.de/2014/06/rh813...oject.html

;respekt ;respekt ;respekt ;respekt ;respekt ;respekt

Muss ich mir in Ruhe durchlesen, Alex. Schaffe ich heute nicht mehr. Morgen früh hab ich mehr Zeit. Aber es sieht super aus, was Du da machst.
 
#58
Zitat:Original geschrieben von Rumgucker

Praxiserprobt. Funktioniert Spitzenklasse Smile

[Bild: 1_heiz2.png]

Wenn man mit ein paar Mikroampere Eingangsstrom leben kann, so kann man den Kondensator auch weglassen.
Welchen Gleichlauffehler hat sich bei Dir denn ergeben? klappe misstrau
Edit: ? und welchen Pegelumfang hat das?
Bei Dicky Hoppenstedt konnte das Geschlecht auch nicht so einfach bestimmt werden.



 
#59
Das ist zwei Jahre her. Wieso fragst Du erst jetzt? überrascht

Im Normalfall würde ich gerne eine Stunde meiner Lebenszeit hergeben und Messungen anfertigen.

So lange allerdings "Hoppi" als Fragesteller erscheint, ist meine Motivation überschaubar. Ich bezweifel sogar, dass Du Röhren besitzt bzw. überhaupt irgendwas damit basteln würdest.

Es liegt an Dir, meine Motivation zu steigern... Wink
 
#60
Zitat:Original geschrieben von Alex Kitic
To cut a long story short, I would like to draw to your attention the possibility of using HF AC (high frequency AC) to heat tubes. This can be easily and cheaply done by modifying electronic transformers for halogen lights.
....
Any opinions or previous experiences? Anyone willing to give it a try?

Hallo Alex,

Du kannst sogar noch einen Schritt weiter gehen und zusätzlich die Anodenspannung aus dem Halogentrafo gewinnen:

[Bild: 1_updown16.png]

[Bild: 1_updown54.jpg]

Ab: http://include.php?path=forum/showthread...ntries=527